Raab, Heike: Intersectionality in den Disability Studies - Zur Interdependenz von Disability, Heteronormativität und Gender
In meinem heutigen Vortrag werde ich die Frage nach der Verknüpfung und gegenseitigen Bedingtheit von Behinderung, Sexualität und Geschlecht diskutieren. Ausgehend von dem Intersektionalitätsmodell, wie es mittlerweile in den Queer und Gender Studies diskutiert wird, beabsichtige ich zunächst eine genauere Begriffsbestimmung von Heteronormativität und Gender. Dabei möchte ich auf die theoretischen Grundlagen, das Erkenntnispotential und einige Ansätze der Queer und Gender Studies eingehen. Im Anschluss daran sollen die Ein- und Ausschlüsse der Queer und Gender Studies bezüglich ihrer Forschungsrelevanz für die Disability Studies diskutiert werden. D.h. konkret: Welche wissenschaftspolitischen und forschungsstrategischen Schlussfolgerungen ergeben sich aus den Queer und Gender Studies für die zentrale Analysekategorie Behinderung in den Disability Studies. Meine erste These hierzu lautet, dass das Intersektionalitätsmodell zentrale Verbindungslinien zu einigen bereits entwickelten Varianten eines kulturellen Modells von Disability Studies aufweist.


